Jagdschloss Granitz - Ostseerundblick.de - Ferienhäuser in exklusiver Lage auf der Insel Rügen in Baabe und Breege

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Jagdschloss Granitz mit Aussichtsturm

Südlich von Binz, inmitten altehrwürdiger Buchen, befindet sich das Jagdschloss Granitz. Es wurde an der höchsten Stelle der Insel Rügen, auf dem 109 m hohen Tempelberg und mitten im ca. 1000 ha großen Waldgebiet der Granitz, das seit 1991 zum Biosphärenreservat Südost Rügen gehört, erbaut. Vor der Errichtung des Schlosses stand dort ein achteckiges, dreigeschossiges Fachwerktürmchen, erbaut um 1725. Nachdem es baufällig geworden war, wurde es 1810 abgerissen.

Das Jagdschloss Granitz, in den Jahren 1836 bis 1846 nach Plänen von Steinmeyr gebaut, ist ein kastellartiger Bau mit vier runden Ecktürmen und dem 38 m hohen Mittelturm (1844 Entwurf von Schinkel). Die Innenwand des Turms umlaufend, führt eine gusseiserne, mit Ornamenten durchbrochene frei tragende Wendeltreppe 154 Stufen hinauf bis zur Plattform des 38 m hohen Mittelturms. Bei jeder Viertelwendung verändert sich das Bild.

Die statischen Kräfte der schweren Eisentreppe werden vollkommen von den Seitenwänden aufgenommen, denn sie ist quasi in den Turm eingespannt. Von der 145 m über NN hohen Aussichtsplattform auf dem Dach des Turms hat man eine grandiose Aussicht über weite Teile Rügens, besonders aber über den Süden und Osten der Insel. Bei klarem Wetter kann man sogar bis Usedom blicken.

Man erblickt das graugrüne Meer, in das sich die vierzackige Halbinsel Mönchgut, das bewaldete Jasmund und Wittow mit seinem weiß schimmernden Vorgebirge Arkona weit hinein schieben. Südlich sieht man über dem Greifswalder Bodden mit den Inseln Vilm und Ruden die Küste von Usedom schimmern. Im Westen tauchen über Putbus mit seinen weiß leuchtenden Häusern die hohen Kirchtürme Stralsunds und Greifswalds auf. Nach Norden und Nordwesten schweift der Blick über eine weite Ebene, aus deren Mitte die Kreisstadt Bergen mit seine alten Kirche hervorragt. Östlich davon erhebt sich auf dem Rugard der Arndt-Turm.

Seit 1964 erfolgte die erste Restaurierung und Eröffnung der Ausstellungsräumlichkeiten. Seit 1982 wurde das Schloss Schritt für Schritt mit einem Kostenaufwand von 7,9 Mio Euro saniert. 1994 wurden die Räume im Erdgeschoss erstmalig nach 1945 wieder für Ausstellungen geöffnet.

Das Jagdschloss Granitz ist am schnellsten mit der Rügenschen Kleinbahn oder der Binzer Bäderbahn zu erreichen. Für sportlich trainierte Gäste empfiehlt sich alternativ eine wunderschöne Fahrradtour vom Strandhaus Deichkrone bis zum Jagdschloss Granitz.


© Thomas Röbig, last update: 07.01.2020
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